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Basel-Stadt bleibt beliebt. Aber das Wohlbefinden der Jugendlichen hat sich verändert. Sie fühlen sich weniger sicher, häufig einsam, und die Schule sorgt für Stress.
Rund 90 Prozent der Jugendlichen leben eher oder sehr gerne im Kanton Basel-Stadt. Der langfristige Vergleich zeigt aber, dass sich die Jugendlichen heute weniger wohl fühlen als früher. 2017 lebten noch 74 Prozent der Jugendlichen «sehr gerne» im Kanton Basel-Stadt. Heute sind es 51 Prozent.
Eine Rolle spielt dabei, dass das Sicherheitsempfinden im öffentlichen Raum abgenommen hat. Nur noch 57 Prozent der Jugendlichen fühlen sich sicher, wenn sie abends allein zu Fuss unterwegs sind. 2021 waren es 67 Prozent. Weibliche und männliche Jugendliche erleben den öffentlichen Raum unterschiedlich: 74 Prozent der männlichen Jugendlichen gehen abends mit einem guten Gefühl allein durch die Stadt. Bei den weiblichen sind es 43 Prozent.
Die Zufriedenheit hängt auch damit zusammen, ob sich jemand einsam fühlt oder nicht. Einsamkeitsgefühle sind unter Jugendlichen stärker verbreitet als bei Erwachsenen: 19 Prozent fühlen sich häufig einsam. Bei den Erwachsenen im Erwerbsalter sind es 13 Prozent, bei den Personen im Rentenalter 6 Prozent.
Sorgen wegen Rassismus und Klima haben seit 2021 abgenommen. An der Spitze stehen aber weiterhin Schule und Ausbildung: Die Hälfte der Jugendlichen macht sich deswegen Sorgen. Viele kritisieren den frühen Unterrichtsbeginn am Morgen und lange Schultage. Auch hier zeigt sich ein Zusammenhang mit der Lebensqualität: Wem es in der Schule gefällt, lebt lieber in Basel-Stadt.